Letzte Änderung : 02/09/2010
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Lebenslauf Drucken EMail


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Joseph Daul wurde am 13. April 1947 in Straßburg (Frankreich) geboren. Er ist seit 1969 verheiratet, hat zwei Kinder und fünf Enkelkinder und lebt in Pfettisheim, 12 km von Straßburg. Nach dem Landwirtschaftsstudium an der l'Ecole d'Agriculture und der l'Ecole du syndicalisme agricole schloss er 1981 das Studium am Hochschulinstitut für nationale Verteidigung (IHEDN) in Paris mit dem Erwerb des Diploms ab.



Beruflicher Werdegang und Tätigkeiten

 

Aufgewachsen in einer kinderreichen Familie (sechs Geschwister), übernahm Joseph Daul im Alter von 20 Jahren einen kleinen Familienbetrieb von 7 ha, den er zunächst mit seiner Ehefrau und seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Sohn führt. Zu dem auf Rinderzucht und den Anbau von Zuckerrüben spezialisierten Betrieb, der bis heute seinen familiären Charakter behalten hat, gehören inzwischen mehr als 75 ha.


Nachdem Joseph Daul recht schnell die Bedeutung eines öffentlichen und ehrenamtlichen Engagements erkannt hatte, engagierte er sich von Beginn seines Berufslebens an in den Bauerngewerkschaften, im Rahmen des Französischen Landesverbands junger Landwirte (CNJA), eines auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene sehr aktiven Netzes.


Durch diese Erfahrungen konnte er seine beruflichen und allgemeinen Kenntnisse vervollkommnen und sehr schnell Verantwortung auf nationaler und europäischer Ebene übernehmen. So wird er 1976 zum Vizepräsidenten des Landesverbandes der CNJA ernannt und mit europäischen Angelegenheiten betraut.


Darüber hinaus sitzt er im Ausschuss der Berufsständischen Landwirtschaftlichen Organisationen (COPA) und wird Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses in Brüssel.
 

Im Alter von 35 Jahren setzt er sein gewerkschaftliches Engagement in den „erwachsenen" Organisationen fort und übernimmt neben seiner Tätigkeit als Landwirt Verantwortung auf regionaler Ebene (Berufsorganisationen, Genossenschaften, Landwirtschaftskammern) sowie auf nationaler und europäischer Ebene.


Bei Ausbruch der BSE-Krise im Jahr 1997 ist er Vorsitzender der Fédération Nationale française des producteurs de viande bovine (Französischer Landesverband der Rindfleischerzeuger) sowie der Europäischen Arbeitsgruppe „Rindfleisch".


Die Bewältigung dieser Krise verlangt von ihm Fingerspitzengefühl, Weitsicht und Vertrauen in die Zukunft dieser Branche, um sich gleichzeitig um die wissenschaftlichen Fakten, die Rolle der Medien, die Mutlosigkeit der Züchter und die bei den Verbrauchern um sich greifende Hysterie zu kümmern. In Zusammenarbeit mit den nationalen und europäischen Behörden trug er wesentlich zur Entwicklung von Lösungen zur Überwindung dieser Krise bei.


Durch diese Tätigkeiten, die er zusätzlich zu seinem Mandat als Bürgermeister seiner Landgemeinde (1000 Einwohner) ausübte, war Joseph Daul für eine aktive Teilnahme am politischen Leben gerüstet, als er 1999 gebeten wird, die Landwirtschaft und die ländliche Bevölkerung auf der von Nicolas Sarkozy angeführten Liste des RPR zu vertreten.

Er gibt daher seine Funktionen ab, um sich vollständig seiner Verantwortung als Mitglied des Europäischen Parlaments widmen zu können.


Damit er den unverzichtbaren Kontakt zu den Menschen vor Ort nicht verliert, bleibt Joseph Daul jedoch Stellvertretender Bürgermeister seiner Gemeinde, Vizepräsident des Gemeindeverbandes und Vorsitzender der Verwaltungsgenossenschaft des Schlachthofes Straßburg (160 Beschäftigte).



Funktionen im Europäischen Parlament:


Nach seiner Wahl im Jahr 1999 schließt er sich der PPE-DE-Fraktion an, die seine zutiefst europäischen Überzeugungen und die Werte verkörpert, die sein Handeln stets bestimmt haben.
 

Er wird zu einem überaus aktiven Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und übernimmt im Januar 2002 dessen Vorsitz. Unter seiner Leitung leistete der Ausschuss einen entscheidenden Beitrag zur notwendigen Reform der GAP im Jahr 2003. Der Ausschuss wirkt nach wie vor auf eine strikte Durchführung dieser Reform hin, wobei er sich dessen bewusst ist, dass die GAP in den nächsten Etappen, insbesondere anlässlich der Überprüfung 2008 im Hinblick auf die Reform von 2013 gründlich überdacht werden muss.


Der Landwirtschaftsausschuss beschäftigte sich insbesondere mit gesellschaftspolitischen Fragen, indem er sich den Problemen der europäischen Verbraucher zuwendete und sich verstärkt für den Umweltschutz interessierte.


In die Zeit seines Vorsitzes fielen auch die Erweiterung der Union um zehn neue Länder sowie die Vorbereitung des Beitritts von Bulgarien und Rumänien. Angesichts der Probleme im Agrarbereich in den meisten der neuen Mitgliedstaaten unternahm Joseph Daul zahlreiche Reisen, um vor Ort mit den Landwirten, deren Berufsverbänden und den zuständigen Ministern zu sprechen. Dabei bestand das Ziel darin, die in der Landwirtschaft tätigen Menschen zu informieren und ihnen Mut zu machen sowie ein Bild von den Folgen der Reform und den Anstrengungen, die in den Ländern erforderlich sind, zu bekommen. Joseph Daul gelang es damit, Kontakte herzustellen und in diesen Ländern wichtige Verbindungen zu schaffen.


2002 wurde Joseph Daul zum Vorsitzenden der Konferenz der Ausschussvorsitzenden berufen, deren Aufgabe es ist, die horizontalen Fragen der 20 parlamentarischen Ausschüsse zu koordinieren und die Tagesordnung der Plenartagungen vorzubereiten. Im Rahmen der Reform des Europäischen Parlaments unterbreitete die Konferenz insbesondere Vorschläge, um dessen Tätigkeit effektiver zu gestalten.


Gemeinsam mit den Vorsitzenden der betreffenden Ausschüsse leitete Joseph Daul zudem die Anhörungen der Kommissionsmitglieder und übermittelte die Schlussfolgerungen an den Präsidenten des Europäischen Parlaments.


In den Jahren 2005 und 2006 führte er ferner eine neue Verhandlungsrunde mit der Europäischen Kommission über die Komitologie. Dabei wurden wichtige Fortschritte zum Nutzen des Parlaments erzielt.


Die von Joseph Daul geleitete Gruppe „Lissabon-Strategie" legte den Grundstein für das Engagement des Parlaments und der einzelstaatlichen Parlamente für Beschäftigung und Innovation. Die Strategie ist zu einer der größten politischen Prioritäten der Union geworden. In dieser Funktion führte Joseph Daul den Ko-Vorsitz auf zwei Treffen des Europäischen Parlaments mit den einzelstaatlichen Parlamenten in den Jahren 2005 und 2006.


Als für Landwirtschaft zuständiges Mitglied der Delegation des Europäischen Parlaments bei den WTO-Verhandlungen gehörte Joseph Daul bei den Ministertagungen von Seattle (1999), Doha (2001) und Cancun (2003) der Delegation des Europäischen Parlaments an. Er engagierte sich bei der Vorbereitung der Ministerkonferenzen und traf sich dazu regelmäßig mit den Botschaftern in Genf, um den Standpunkt des Europäischen Parlaments zu vertreten.


Im Januar 2007 ist er zum Vorsitzenden der EVP-ED-Fraktion gewählt worden. Er bleibt Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für internationalen Handel und der Delegation in der paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKP-EU.


Im Juni 2009 wurde Joseph Daul erneut in das Europäische Parlament gewählt und auch als Vorsitzende der EVP-Fraktion wieder gewählt.

 

Ferner führt er den Vorsitz der Europäischen Parlamentarischen Gesellschaft (EPG), die ihren Sitz in Straßburg hat und deren Ziel darin besteht, der Tätigkeit des Europäischen Parlaments eine gesellige Dimension zu verleihen und den Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu ermöglichen, Kontakte mit Vertretern von Wirtschaft, Kultur und Hochschulen zu knüpfen.


Joseph Daul ist Offizier des Ordens für Verdienste um die Landwirtschaft (1987), Ritter des französischen Verdienstordens (1994) und Ritter der Ehrenlegion (1997).

 


Termine
Brüssel - Riga
30. August - 3. September 2010

Leitung der ständigen Sitzungen der Fraktionsgremien

Montag, 30. August
18.00 Uhr Treffen mit Herrn Ran Curiel, Botschafter von Israel bei der Europäischen Union

Donnerstag, 2. September und Freitag, 3. September
Sitzung des Vorstandes der EVP-Fraktion in Riga (Lettland)
Büro des Vorsitzenden
Kontaktadresse